
Passau war jahrhundertelang Bischofsstadt, entsprechend dicht ist der Bestand an Kirchen: Stephansdom mit der weltgrößten Domorgel, die Wallfahrtskirche Mariahilf über der Innstadt, die spätantik gegründete Severinskirche sowie mehrere Kloster- und Stadtpfarrkirchen. Der Zugang ist meist frei.
Der Dom als Mittelpunkt
Der Stephansdom prägt die Silhouette. Nach dem Stadtbrand von 1662 entstand sein barockes Langhaus; wesentliche gotische Teile des Ostbaus blieben erhalten. Orgelkonzerte finden nach aktuellem Programm statt. Wegen der laufenden Sanierung sind derzeit nicht alle Teilwerke der Orgelanlage spielbar.
Sehenswert sind neben der Orgel die Seitenkapellen mit Grabdenkmälern der Fürstbischöfe, die Kanzel und die Deckenfresken in den Gewölbezonen. Für einen Besuch reichen 15 bis 20 Minuten, mit Konzert etwa eine Stunde.
Drei besondere Kirchen
Stephansdom
Barocker Bischofsdom mit der größten Domorgel der Welt. Frei zugänglich außerhalb der Gottesdienste.
Mariahilf
Wallfahrtskirche über der Innstadt, erreichbar über die gedeckte Stiege mit 321 Stufen.
Severinskirche
Ursprung in der Spätantike, eine der ältesten Kirchen der Region, in der Innstadt.
Wallfahrt, Klöster und Stadtpfarrkirchen
Mariahilf ist der wichtigste Wallfahrtsort der Region. Das Gnadenbild aus dem 17. Jahrhundert zog über Jahrhunderte Pilger an, die über die gedeckte Stiege hinaufgingen – 321 Stufen mit Kreuzwegstationen. Der Aufstieg dauert etwa zehn Minuten und ist auch bei Regen möglich, weil die Treppe überdacht ist.
In der Altstadt liegen mehrere Kirchen dicht beieinander: St. Paul am Rindermarkt, die Jesuitenkirche St. Michael in der Schustergasse und die Klosterkirche Niedernburg mit dem Grab der seligen Gisela von Ungarn. Prüfen Sie die jeweiligen Besuchszeiten.
Im Umland ergänzen Klosteranlagen das Bild: Vornbach am Inn mit barocker Kirche und Fürstenzell mit einer der bedeutendsten Rokokokirchen Bayerns. Beide sind in etwa 20 bis 30 Minuten erreichbar und lohnen einen Halbtagesausflug.
Kirchen und Andachtsorte im Überblick
Praktische Hinweise für Besuche
Besuchszeiten, Gottesdienste und Konzerte müssen aufeinander abgestimmt werden. Beachten Sie vor Ort die Hinweise zu Fotos, Kleidung und Zugänglichkeit. Nicht jede Kirche ist tagsüber durchgehend geöffnet; ein kostenloser Zugang bedeutet keine uneingeschränkte Besuchsmöglichkeit.
Für einen Besuch mit Mobilitätseinschränkung klären Sie den aktuell nutzbaren Eingang und mögliche Baustellen. Das gilt besonders für den Dom und für Mariahilf. Stufen, Schwellen und die verbleibenden Wege können je Gebäude unterschiedlich sein.
Kirchliche Anlässe im Jahr
Der Jahreslauf bietet Orgelkonzerte, kirchliche Feste, Wallfahrten und Adventsmusik. Genaue Termine und mögliche baubedingte Änderungen veröffentlichen Dommusik und Pfarreien. Planen Sie einen gezielten Besuch anhand des aktuellen Programms.
Für Hochzeiten und Taufen gilt: Die Anmeldung läuft über die jeweilige Pfarrei, mit eigenen Vorlaufzeiten unabhängig vom Standesamt. Beliebte Sommersamstage sind früh vergeben.
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Kirchenmusik über den Dom hinaus
Neben den Orgelkonzerten im Dom gibt es Kirchenmusik in mehreren Häusern: Chorkonzerte, Orgelmatineen, Vespern und Adventssingen. Diese Termine sind häufig kostenlos oder gegen Spende zugänglich und werden über Pfarrbriefe und Aushänge angekündigt – online findet man sie oft erst kurzfristig.
Chöre und Instrumentalensembles gestalten ausgewählte Gottesdienste und Konzerte. Besetzung und Programm variieren; ein Hochfest garantiert nicht automatisch eine bestimmte musikalische Aufführung. Informieren Sie sich bei der jeweiligen Kirche.
Rundgang: fünf Kirchen in zwei Stunden
Antworten auf einen Blick
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