Wer in Passau eine Firma gründet, braucht drei Dinge in dieser Reihenfolge: eine tragfähige Rechnung, die richtige Rechtsform und einen Auftritt, über den Kunden anfragen können. Die Anmeldungen selbst sind der einfachste Teil.
Die Reihenfolge, die sich bewährt hat
Zuerst die Rechnung: Welcher Umsatz ist realistisch, welche Kosten fallen an, wie lange trägt das Startkapital? Wer diese Frage nicht vor der Anmeldung beantwortet, gründet auf Hoffnung. Ein einfacher Plan über zwölf Monate genügt für den Anfang.
Dann die Rechtsform. Für Einzelunternehmer und kleine Betriebe ist das Einzelunternehmen der einfachste Weg, bei Haftungsrisiken oder mehreren Beteiligten kommt die GmbH oder UG in Betracht. Die steuerliche Bewertung gehört zum Steuerberater – wir schauen auf die betriebswirtschaftliche Seite.
Erst danach folgen Anmeldungen und Auftritt. Wer zuerst Logo und Website macht und dann feststellt, dass der Name markenrechtlich problematisch oder die Kalkulation nicht tragfähig ist, zahlt doppelt.
Wo wir unterstützen
Zahlenbasis
Kalkulation, Planung und Liquidität für die ersten zwölf Monate.
Businessplan
Bankfertige Fassung, wenn Fremdkapital oder Förderung gebraucht wird.
Positionierung
Welche Leistung für welche Zielgruppe – und wovon Sie die Finger lassen.
Name und Auftritt
Logo, Geschäftsausstattung und Website in einem Zug.
Erste Sichtbarkeit
Google-Unternehmensprofil, Verzeichniseinträge, erste Inhalte.
Kapital
Bei passenden Vorhaben auch eigene Beteiligung statt nur Beratung.
Anmeldungen und Formalien
Für ein Gewerbe in Passau erfolgt die Anmeldung beim Gewerbeamt der Stadt oder der jeweiligen Gemeinde. Danach folgen Finanzamt mit Fragebogen zur steuerlichen Erfassung, gegebenenfalls Handelsregister und Notar bei Kapitalgesellschaften, IHK oder Handwerkskammer sowie Berufsgenossenschaft.
Handwerksberufe sind teils zulassungspflichtig – hier entscheidet die Anlage A der Handwerksordnung, ob ein Meisterbrief oder eine Ausnahmebewilligung nötig ist. Diese Frage sollte vor allen anderen Schritten geklärt werden, weil sie das gesamte Vorhaben betrifft.
Die Kosten der Formalien sind überschaubar: Gewerbeanmeldung im niedrigen zweistelligen Bereich, bei GmbH zusätzlich Notar- und Registerkosten. Der größere Posten sind Anlaufkosten und der Puffer für die ersten Monate.
Checkliste für die Gründung
Sichtbar sein ab dem ersten Tag
Der häufigste Fehler nach der Gründung ist Warten: erst arbeiten, später Marketing. Dabei ist der Start der günstigste Zeitpunkt, weil Google-Profil, Website und Verzeichniseinträge Zeit brauchen, um zu wirken. Wer sechs Monate wartet, verliert sechs Monate Anlauf.
Für Gründer ist unser Paket 1 gedacht: eine vollständige Website mit bis zu 15 Seiten, individuell gestaltet, monatlich abgerechnet – ohne hohen Einmalbetrag in der Phase, in der Liquidität knapp ist.
Bei Vorhaben, die wir für tragfähig halten, kommt auch eine Beteiligung in Frage: Wir bringen Marketing, Website und Betreuung als Einlage ein und beteiligen uns an Umsatz oder Anteilen. Das schont Kapital im Aufbau.
Passend dazu
Die ersten sechs Monate realistisch planen
Der häufigste Fehler nach der Gründung ist nicht ein falscher Preis, sondern ein zu knapper Puffer. Aufträge kommen später als erwartet, Kunden zahlen mit Verzögerung, gleichzeitig laufen Miete, Versicherungen und Leasingraten. Als Orientierung sollten die privaten und betrieblichen Festkosten von mindestens sechs Monaten verfügbar sein.
Der zweite Fehler ist zu niedrige Kalkulation. Wer über den Preis in den Markt geht, hat später kaum Spielraum, ihn anzuheben. Rechnen Sie Ihre Stunde vollständig: Arbeitszeit, unproduktive Zeiten, Fahrt, Material, Werkzeug, Versicherung, Steuern und ein Gewinnanteil.
Der dritte Punkt betrifft die Sichtbarkeit: Google-Profil, Website und erste Einträge brauchen Wochen, um zu wirken. Wer damit bis zum ersten ruhigen Monat wartet, hat genau dann keine Anfragen.
Was in den ersten Wochen zu erledigen ist
Nebenberuflich starten oder gleich voll?
Ein nebenberuflicher Start senkt das Risiko deutlich: Die privaten Kosten sind gedeckt, der Betrieb kann wachsen, ohne von Beginn an tragen zu müssen. Sinnvoll ist das vor allem bei Dienstleistungen mit flexiblen Terminen und geringen Investitionen.
Grenzen entstehen bei Erreichbarkeit und Kapazität. Wer tagsüber nicht ans Telefon geht, verliert Anfragen – gerade im Handwerk, wo schnelle Rückmeldung häufig über den Auftrag entscheidet. Hier hilft eine klare Angabe auf der Website, wann Sie erreichbar sind.
Arbeitsrechtlich ist eine Nebentätigkeit meist zulässig, oft aber anzeigepflichtig, und Wettbewerbsverbote sind zu beachten. Diese Punkte sollten vor dem Start geklärt sein – im Zweifel mit arbeitsrechtlicher Beratung.
Antworten auf einen Blick
Gründung besprechen
Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben – wir sagen Ihnen, welche Schritte in welcher Reihenfolge sinnvoll sind. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen.


