Unternehmensrettung heißt für uns: erst Fakten, dann Maßnahmen. Wir verschaffen Ihnen in wenigen Tagen ein klares Bild von Liquidität, Kosten und Erlösen, sichern das Dringendste und arbeiten dann an einer Struktur, die wieder tragfähig ist – vertraulich und ohne Schuldzuweisungen.
So gehen wir vor
Lage klären
Liquidität, Verbindlichkeiten und Erlösquellen in einem belastbaren Überblick.
Sofortmaßnahmen
Kosten stoppen, Zahlungsfähigkeit sichern, Gespräche mit Beteiligten führen.
Neu aufstellen
Geschäftsmodell, Marketing und Finanzierung auf eine tragfähige Basis bringen.
Warum Marketing in der Krise dazugehört
Sanierung wird oft nur als Kostenthema gedacht. Doch ein Unternehmen wird nicht allein durch Sparen gerettet – es braucht auch wieder Umsatz.
Weil wir Marketing und Betriebswirtschaft zusammen betrachten, arbeiten wir gleichzeitig an beiden Seiten: Ausgaben senken und Nachfrage zurückgewinnen.
Typische Anlässe für ein Gespräch
Die ersten 14 Tage entscheiden
In einer angespannten Lage ist Geschwindigkeit wichtiger als Perfektion. Zuerst brauchen Sie Klarheit über die Liquidität: Welche Zahlungen gehen in den nächsten vier Wochen raus, welche kommen sicher herein, wo ist die Lücke? Diese Rechnung entsteht an einem Tag, nicht in einem Monat.
Danach folgen Gespräche – mit Banken, Lieferanten, Vermietern und gegebenenfalls Finanzamt und Krankenkassen. Wer früh und mit belastbaren Zahlen kommt, findet in der Regel Lösungen. Wer wartet, verliert Verhandlungsspielraum.
Parallel muss der Betrieb weiterlaufen. Kunden dürfen nicht verunsichert werden, Sichtbarkeit und Anfragen dürfen nicht abreißen. Genau hier hilft unsere Doppelrolle: Wir arbeiten an Zahlen und Verhandlungen und halten gleichzeitig Marketing und Vertrieb am Laufen.
Warnsignale, die man nicht ignorieren sollte
Liquidität auf Sicht
Sie planen nur noch von Woche zu Woche und schieben Zahlungen.
Steigende Verbindlichkeiten
Lieferantenrechnungen bleiben länger offen als vereinbart.
Rückstände bei Abgaben
Sozialabgaben oder Steuern werden verspätet gezahlt – ein besonders kritisches Signal.
Auftragsrückgang
Anfragen sinken über mehrere Monate, ohne dass die Kosten sinken.
Bank wird zurückhaltend
Linien werden nicht verlängert, Sicherheiten nachgefragt.
Fehlende Zahlen
Die letzte belastbare Auswertung ist Monate alt.
Was wir übernehmen – und wo Grenzen sind
Wir strukturieren die Zahlen, priorisieren Maßnahmen und begleiten Sie in Gesprächen mit Banken und Gläubigern. Wir helfen, Kosten zu senken, ohne den Betrieb handlungsunfähig zu machen, und stabilisieren die Umsatzseite über Sichtbarkeit und Vertrieb.
Wir leisten keine Rechtsberatung und keine insolvenzrechtliche Vertretung. Wenn eine Insolvenzantragspflicht im Raum steht, gehört das in die Hände einer Fachanwältin oder eines Fachanwalts – wir arbeiten dann Hand in Hand mit den Beteiligten zusammen.
Ebenso wichtig: Nicht jedes Unternehmen ist zu retten. Wenn das Geschäftsmodell nicht mehr tragfähig ist, ist eine geordnete Beendigung besser als eine verschleppte. Diese Einschätzung sprechen wir früh und klar aus.
Was ein erstes Gespräch braucht
Liquiditätsplanung in der Praxis
Eine brauchbare Kurzfristplanung passt auf eine Seite: Startsaldo, sichere Eingänge, feste Ausgänge, offene Posten – wochenweise über zwölf Wochen. Wichtiger als Genauigkeit ist Vollständigkeit; jede vergessene Position verzerrt das Bild.
Aus dieser Übersicht ergibt sich die Verhandlungsreihenfolge: Wer wird zuerst angesprochen, welche Stundung schafft am meisten Luft, welche Zahlung ist unverzichtbar? Sozialabgaben und Lohnsteuern haben dabei besonderes Gewicht.
Parallel geht es um die Einnahmenseite. Offene Rechnungen konsequent nachfassen, Anzahlungen vereinbaren, Zahlungsziele verkürzen – das bringt oft schneller Geld als jede Kostensenkung.
Sofortmaßnahmen der ersten Woche
Wir investieren in Sanierungsfälle auch selbst
Wenn ein Betrieb im Kern gesund ist und nur die Liquidität fehlt, bleiben wir nicht bei der Beratung stehen: BavariaConnect investiert in solchen Fällen selbst – mit Kapital und mit Know-how. Voraussetzung ist, dass der Fall zu uns passt: nachvollziehbares Geschäftsmodell, Bereitschaft zu Veränderung und Vertrauen auf beiden Seiten.
Die häufigste Form ist eine Umsatzbeteiligung ohne direkte Beteiligung an der Firma. Sie behalten Ihre Anteile und Ihre Entscheidungsfreiheit; wir werden am Umsatz oder am zusätzlich geschaffenen Wert beteiligt. Für Betriebe ist das oft der wichtigste Punkt, weil kein Anteilsverkauf nötig ist.
Alternativ sind eine Minderheitsbeteiligung, Leistung gegen Anteile oder eine Projektfinanzierung möglich. Was passt, klären wir im Erstgespräch – und sagen offen ab, wenn wir keinen tragfähigen Weg sehen.
Kommunikation in der Krise
Wer Zahlungen verschiebt, ohne zu sprechen, verliert Vertrauen. Wer früh anruft, mit Zahlen kommt und einen Plan vorlegt, erhält in den meisten Fällen Stundung oder Ratenvereinbarungen – Lieferanten und Banken haben selbst kein Interesse an einem Ausfall.
Gegenüber Kunden gilt Sachlichkeit: Leistung wie gewohnt erbringen, keine Gerüchte nähren, bei Lieferverzögerungen aktiv informieren. Nichts beschädigt die Umsatzseite schneller als Unsicherheit im Markt.
Intern braucht es eine klare Botschaft. Mitarbeitende bemerken Anspannung ohnehin; eine kurze, ehrliche Information mit Perspektive stabilisiert das Team stärker als Schweigen.
Reihenfolge in Verhandlungen
Rechtlicher Hinweis
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Rechtliche, steuerliche und medizinische Fragen gehören in die Hände der jeweils zuständigen Fachleute; Angaben zu Preisen, Fristen und Terminen können sich ändern.
Wir prüfen die Inhalte regelmäßig, übernehmen aber keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität. Hinweise auf veraltete Angaben nehmen wir gern entgegen und korrigieren sie zeitnah.
Antworten auf einen Blick
Vertrauliche Anfrage
Kurz die Situation schildern – wir melden uns diskret und zeitnah zurück.

