Freelancer sind meist günstiger und in einem Fach sehr gut, Agenturen decken mehrere Disziplinen ab und fallen nicht aus, wenn eine Person krank wird. Für eine einfache Website reicht oft ein Freelancer; für laufende Betreuung über Jahre und mehrere Disziplinen ist eine Agentur die stabilere Wahl.
Wo die echten Unterschiede liegen
Der Preisunterschied ist real, aber kleiner als oft gedacht: Ein guter Freelancer verlangt zwischen 60 und 100 Euro pro Stunde, eine regionale Agentur 90 bis 130. Der Unterschied entsteht weniger beim Stundensatz als beim Umfang – Agenturen kalkulieren Projektleitung, Abstimmung und Qualitätssicherung mit ein.
Der wichtigere Unterschied ist Verfügbarkeit über Zeit. Websites leben fünf bis zehn Jahre. In dieser Zeit ändern sich Anforderungen, es kommen Updates, Sicherheitslücken, neue Inhalte. Ein Freelancer kann in dieser Zeit die Tätigkeit wechseln, ausfallen oder ausgebucht sein – dann steht man mit einem System da, das niemand kennt.
Dritter Punkt ist Bandbreite. Ein Vorhaben, das Text, Gestaltung, Technik, SEO und laufende Betreuung braucht, verlangt entweder eine Agentur oder drei bis vier Freelancer, die koordiniert werden müssen – und diese Koordination übernimmt dann der Auftraggeber selbst.
Drei Konstellationen
Freelancer passt
Klar abgegrenztes Projekt in einem Fach: Logo, ein Text, eine kleine Website, ein Fotoshooting.
Agentur passt
Mehrere Disziplinen, laufende Betreuung über Jahre, Bedarf an Vertretung und Verlässlichkeit.
Kombination
Agentur für Struktur und Betreuung, Freelancer für Spezialaufgaben wie Fotografie oder Video.
Fragen, die vor der Entscheidung zu klären sind
Erstens: Wer pflegt die Website in drei Jahren? Wenn darauf keine Antwort existiert, ist die Konstruktion instabil – unabhängig davon, wer sie gebaut hat. Klären Sie Betreuung, Erreichbarkeit und Vertretung vor Beauftragung.
Zweitens: Wem gehören Zugänge und Dateien? Domain, Hosting, Quelldateien und Zugänge zum Content-Management müssen Ihnen gehören oder auf Sie übertragbar sein. Das ist der häufigste Streitpunkt bei Trennungen, und er lässt sich vorher in zwei Sätzen regeln.
Drittens: Wer schreibt die Texte? Das ist die Position, an der die meisten Projekte scheitern. Wenn niemand sie übernimmt, bleibt das Projekt liegen – bei Freelancern und Agenturen gleichermaßen.
Checkliste für beide Wege
Wie wir arbeiten
Wir arbeiten als kleine Einheit mit festen Ansprechpartnern und ziehen für Spezialaufgaben regionale Fachleute hinzu – Fotografie, Video, Übersetzung. Damit haben Kunden die Verlässlichkeit einer Agentur, ohne die Aufschläge einer großen Struktur zu zahlen.
Bei Websites arbeiten wir mit festen Paketen ab 69 € im Monat, inklusive Hosting, Updates und Pflege. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit ist die Betreuung monatlich kündbar; die Website kann per Einmalzahlung abgelöst und übernommen werden.
Passend dazu
Vertragliche Punkte, die Streit verhindern
Unabhängig davon, für welchen Weg Sie sich entscheiden: Vier Punkte gehören schriftlich fest. Erstens Eigentum an Domain, Hosting und Zugängen. Zweitens Umfang und Zahl der Korrekturrunden. Drittens Reaktionszeiten bei Störungen. Viertens was beim Ende der Zusammenarbeit passiert.
Diese Punkte kosten zwei Absätze im Angebot und verhindern die häufigsten Konflikte. Wer sie nicht regeln will, gibt damit selbst die Antwort auf die Frage, ob man zusammenarbeiten sollte.
Warnzeichen bei beiden Varianten
Antworten auf einen Blick
Unsicher, welcher Weg passt?
Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben. Wir sagen offen, ob eine feste Betreuung sinnvoll ist – oder ob ein einzelner Auftrag genügt. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen.


