Gäste entscheiden mobil und kurzfristig. Drei Angaben entscheiden dabei über den Besuch: aktuelle Öffnungszeiten samt Ruhetag, eine lesbare Speisekarte als Webseite statt PDF und ein Reservierungsweg mit einem Klick. Fehlt eines davon, geht der Gast zum nächsten Treffer.
Wo Gastronomiebetriebe Gäste verlieren
Der häufigste Verlustpunkt ist die Speisekarte als PDF. Sie lädt langsam, ist auf dem Handy unlesbar und wird von Suchsystemen kaum ausgewertet. Eine Karte als normale Webseite dagegen erscheint in Suchergebnissen mit Gerichten und Preisen – genau das, wonach gesucht wird.
Zweiter Punkt sind Öffnungszeiten. Falsche oder fehlende Angaben im Google-Profil führen dazu, dass Gäste vor verschlossener Tür stehen oder gar nicht kommen. Feiertage und Betriebsurlaub gehören ebenfalls eingetragen – dort entstehen die schlechtesten Bewertungen.
Dritter Punkt ist der Reservierungsweg. Ein Telefonlink, der auf dem Handy direkt wählt, oder ein kurzes Formular reichen. Kompliziertere Systeme sind für kleine Betriebe selten nötig – wichtig ist nur, dass es überhaupt einen Weg gibt.
Drei Hebel für Gastronomiebetriebe
Google-Profil
Zeiten, Ruhetag, Feiertage, echte Fotos vom Essen und Gastraum, Speisen als Menüeintrag.
Website
Speisekarte als Seite, Reservierung mit einem Klick, Angaben zu Terrasse, Saal und Parkplätzen.
Bewertungen
Systematisch erbitten, sachlich beantworten. Kritik höflich beantwortet wirkt besser als keine Kritik.
Feiern, Gruppen und Säle
Ein erheblicher Teil des Umsatzes kommt aus Feiern: Hochzeiten, Geburtstage, Firmenessen, Vereinsabende. Gesucht wird dabei sehr konkret – „Saal für 80 Personen", „Weihnachtsfeier Passau", „Hochzeitslocation Landkreis". Wer diese Anfragen will, braucht eine eigene Seite dafür.
Auf diese Seite gehören: Kapazität je Bestuhlungsvariante, Technik für Musik und Reden, Barrierefreiheit, Parkplätze, Menü- und Buffetvorschläge mit Preisrahmen sowie die Regelung zu Mindestumsatz oder Raummiete. Diese Angaben ersparen zehn Telefonate pro Anfrage.
Für die Kurregion und den Sommer gilt zusätzlich: Radfahrer, Kurgäste und Kreuzfahrtgäste sind eigene Zielgruppen mit eigenen Bedürfnissen – Abstellmöglichkeit, warme Küche zu Randzeiten, Karte in Englisch.
Was auf die Website gehört
Personal: der zweite Engpass
In der Gastronomie ist Personal häufig das größere Problem als Gäste. Köche, Servicekräfte und Aushilfen entscheiden nach Arbeitszeiten, Trinkgeldregelung, Planbarkeit und Betriebsklima – nicht nach Hochglanzbildern. Wer diese Punkte offen benennt, bekommt Bewerbungen von Leuten, die bleiben.
Eine Karriereseite mit Team, Schichtmodellen, freien Tagen und Ansprechpartner wirkt in der Region stärker als jede Stellenanzeige. Sie kostet einmal Aufwand und läuft dann dauerhaft.
Passend dazu
Saison und Wochenverlauf steuern
Gastronomie in der Region hat vorhersehbare Muster: Kreuzfahrt- und Radtouristen von Mai bis September, Kurgäste ganzjährig, Feiern an Wochenenden, Mittagsgeschäft unter der Woche. Wer diese Muster kennt, kann Lücken gezielt füllen statt pauschal zu werben.
Konkret heißt das: Mittagskarte sichtbar machen, für Wochenenden im Winter ein Angebot schaffen, für Gruppen und Feiern eine eigene Seite pflegen. Eine Aktion, die zur schwachen Zeit passt, wirkt stärker als Dauerwerbung.
Fotos, die tatsächlich wirken
Antworten auf einen Blick
Marketing für Ihren Gastronomiebetrieb
Erzählen Sie kurz, was Ihr Betrieb anbietet und wo es hakt: Gäste, Feiern oder Personal. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen.


