Jede Buchung über ein Portal kostet Provision – häufig 15 bis 20 Prozent. Direktbuchungen lassen sich erhöhen, wenn die eigene Website schneller, klarer und mindestens gleich günstig ist wie das Portal. Dazu kommen Gästegruppen, die Portale kaum abdecken: Monteure, Gruppen und Kurgäste.
Warum Gäste über Portale buchen
Nicht wegen des Preises, sondern wegen der Bequemlichkeit: Verfügbarkeit sofort sichtbar, Buchung in drei Klicks, Bewertungen an derselben Stelle. Wer Direktbuchungen will, muss diesen Ablauf mindestens erreichen – eine Kontaktseite mit Telefonnummer genügt nicht.
Zweiter Grund ist Vertrauen. Portale zeigen Bewertungen, Bilder und Bedingungen strukturiert. Eine Hotelwebsite mit wenigen Bildern, ohne Zimmergrößen und ohne klare Stornoregelung wirkt dagegen unsicher.
Dritter Punkt: Preisparität. Wenn dasselbe Zimmer auf der eigenen Seite teurer ist, gibt es keinen Grund für Direktbuchung. Ein kleiner Vorteil – Frühstück inklusive, späterer Check-out, kein Vorauszahlungszwang – dreht das Verhältnis.
Drei Gästegruppen mit Potenzial
Monteure und Handwerker
Wochenpauschalen, Küchenzugang, Waschmaschine, Transporterparkplatz. Wird gesucht, aber selten online genannt.
Kurgäste und Begleitpersonen
Barrierefreiheit, Erdgeschosszimmer, Nähe zu Therme und Klinik, längere Aufenthalte.
Gruppen und Feiern
Zimmerkontingente für Hochzeiten, Vereinsausfahrten und Firmenveranstaltungen.
Was auf die Hotelwebsite gehört
Zimmer mit Größe, Ausstattung, Bildern und Preis – nicht nur eine Kategorie mit „ab"-Preis. Dazu Verfügbarkeit und Buchungsmöglichkeit, Stornobedingungen im Klartext, Frühstückszeiten, Parkplatzsituation und Anfahrt mit Auto und Bahn.
Für die genannten Gästegruppen jeweils eine eigene Seite: Monteurzimmer mit Wochenpreisen, Kurgäste mit Barrierefreiheit und Entfernung zur Therme, Gruppen mit Kontingenten und Verpflegungsoptionen. Diese Seiten bringen Anfragen, die über Portale nie kommen.
Nicht unterschätzen: die Karriereseite. Housekeeping, Service und Küche sind branchenweit knapp. Häuser, die Arbeitszeiten, Dienstpläne und Team offen zeigen, bekommen Bewerbungen – und das entscheidet in der Saison über die Zahl belegbarer Zimmer.
Direktbuchungen erhöhen
Saison und Auslastung steuern
In Niederbayern verteilt sich die Nachfrage ungleich: Radtouristen von Mai bis September, Kurgäste ganzjährig, Monteure werktags, Feiern an Wochenenden. Wer diese Muster kennt, kann Lücken gezielt füllen – etwa mit Angeboten für Wochenenden im Winter oder Werktagen im Sommer.
Praktisch heißt das: Angebote sichtbar machen, statt auf Buchungen zu warten. Eine Seite „Kurzurlaub im Winter" oder „Monteurzimmer verfügbar" mit aktueller Angabe bringt Anfragen genau in den schwachen Zeiten.
Passend dazu
Was Gäste vor der Buchung suchen
Neben Preis und Verfügbarkeit sind es immer dieselben Fragen: Parkplatz vorhanden? Frühstück ab wann? WLAN brauchbar? Klimaanlage? Aufzug? Haustiere erlaubt? Stornierung möglich? Wer diese Punkte klar beantwortet, gewinnt Buchungen von Gästen, die sonst weitersuchen.
Für Geschäftsreisende sind zusätzlich Arbeitsplatz im Zimmer, Rechnung auf Firma und früher Check-out relevant. Für Kurgäste Entfernung zur Therme, Erdgeschosszimmer und längere Aufenthalte. Diese Details entscheiden häufiger als Sterne.
Angaben, die auf jede Zimmerseite gehören
Antworten auf einen Blick
Marketing für Ihr Hotel oder Ihre Pension
Nennen Sie kurz Haus, Zimmerzahl und Ihre wichtigsten Gästegruppen – wir sehen uns Website und Sichtbarkeit an. Wir melden uns in der Regel innerhalb von 1–3 Werktagen.


